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Mai 2021 – Rauchen: Gefahr für die Mundgesundheit

Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag – für uns eine gute Gelegenheit, einen Überblick über die möglichen Auswirkungen des Rauchens auf die Mundgesundheit zu geben. Dass Rauchen Zähnen und Zahnfleisch schadet, ist vielen Menschen bekannt. Die konkreten negativen Folgen kennen jedoch nur wenige.

Zahnfleischentzündungen und Parodontitis

Raucher haben ein deutlich höheres Risiko, an Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und (Parodontitis) zu erkranken als Nichtraucher. Außerdem haben Raucher oft eine schwerere Parodontitis und deren Behandlung ist häufig problematischer.

Was noch hinzu kommt: Raucher spüren eine Parodontitis oftmals nicht selbst oder erst spät, weil entsprechende Symptome in frühen Erkrankungsstadien oft weniger ausgeprägt sind als bei Nichtrauchern. So tritt zum Beispiel Zahnfleischbluten seltener auf, obwohl bereits schleichende Entzündungs- und Schädigungsprozesse vorhanden sein können.

Eine fortgeschrittene Parodontitis schädigt den Kieferknochen und führt unbehandelt zum Verlust der betroffenen Zähne. Darüber hinaus sind Zusammenhänge zwischen der Parodontitis, Herz-/Kreislauferkrankungen, Diabetes, Rheumatoider Arthritis und bestimmten Krebsarten nachgewiesen worden. Zudem geht man heute davon aus, dass eine Parodontitis das Risiko einer Frühgeburt oder eines zu geringen Geburtsgewichtes erhöht.

Erhöhtes Risiko für Mundhöhlen- und Rachenkrebs

Tabakrauch enthält eine Vielzahl von Substanzen, die nachweislich krebserregend sind und solchen, die im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Demnach ist bei Rauchern das Risiko, an Mundhöhlen- und Rachenkrebs zu erkranken, deutlich erhöht. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 10.000, in Österreich ca. 700 und in der Schweiz ca. 1000 Menschen an Tumoren in der Mundhöhle oder im Rachen. Etwa 95 Prozent dieser Patienten sind Raucher. Fazit: Ein Rauchstopp könnte viele Fälle von Mundhöhlen-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs verhindern.

Weitere mögliche Folgen des Rauchens:

  • Zahnfleischrückgang, dadurch sehr lang wirkende Zähne und freiliegende, empfindliche Zahnhälse mit erhöhtem Kariesrisiko
  • Vermehrte Zahnsteinbildung und damit ein nochmal erhöhtes Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches
  • Langsamere Wundheilung im Mund, weil die Tabakinhaltstoffe die körpereigene Immunabwehr schwächen
  • Die langsamere Wundheilung kann auch zu einer verzögerten Einheilung von Zahnimplantaten führen.
  • Der langfristige Erfolg einer Implantatbehandlung ist gefährdet.
  • Dunkle Verfärbungen der Zähne
  • Verminderter Geruchs- und Geschmackssinn

Tipps für Raucher:

  • Pflegen Sie Ihre Zähne sorgfältig mit zusätzlichen Hilfsmitteln wie Zahnseide und Interdentalbürstchen.
  • Achten Sie auf Symptome wie Zahnfleischbluten, -rötungen und eine höhere Empfindlichkeit des Zahnfleisches.
  • Nehmen Sie Ihre regelmäßigen Kontrolltermine in unserer Praxis wahr. Diese Kontrollen sind wichtig, um eventuelle erste Anzeichen von Erkrankungen zu erkennen und diese früh behandeln zu können. Wir nennen Ihnen gern die für Sie empfehlenswerten Zeitabstände für die Vorsorgetermine.
  • Noch besser: Hören Sie mit dem Rauchen auf.

 

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